Ereigniskalender für Conil und Umgebung

Unten finden Sie eine kleine Übersicht über die Ereignisse, die regelmässig bei uns gefeiert oder begangen werden.
Wir werden diesen Katalog sukzessive erweitern.

Feiertags- und Festivalkalender von Conil de la Frontera

01. Januar Neujahr
05. Januar

Einzug der Heiligen drei Könige in die Städte
Wie Karneval: es werden Bonbon und Spielsachen in die Menge geworfen

06. Januar Die Heiligen Drei Könige
Endlich gibt es Geschenke! Abends können Sie auf dem Paseo Maritimo die Kinder mit Ihren neuen Fahrrädern und Inlinern bewundern
20. Januar

San Sebastián, Romería von Conil nach El Colorado
Wallfahrt auf die spanische Art: mit Pferden, Kutschen oder zu Fuss, aber auf jeden Fall mit jeder Menge Sherry

24. Februar Karnaval: Ganz groß in Cadiz!
28. Februar  Feiertag in Andalusien (Día de Andalucia)
19. März  Sankt Josef
März/April Ostern/ Semana Santa: Eine Woche vor Ostern haben alle Kinder schulfrei
01. Mai Tag der Arbeit
1. Wochenende im Juni Fería de El Colorado : Freitag ist Frauentag und hier sind schönsten Kleider zu bewundern
24. Juni San Juan: Traditionell werden 3 große Feuer am Strand von Los Bateles entzündet. Gegen Mitternacht geht es weiter zum Fontanilla Strand, wo ein großes Feuerwerk stattfindet
16. Juli Virgen del Carmen (Schutzpatronin der Fischer): Schöne Prozession auf dem Wasser
25. Juli Sankt Jakobus der Ältere (Schutzpatron Spaniens)
15. August Maria Himmelfahrt
1. Wochenende im September Feria de Conil
12. Oktober Spanischer Nationalfeiertag (Entdeckung Amerikas)
01. November Allerheiligen
05. Dezember Tag der Verfassung (1978)
08. Dezember Maria Empfängnis
25. Dezember

Weihnachten
Am 24. wird mit der Familie gegessen, aber Geschenke gibt es erst zu den Heiligen Drei Königen

Cruces de Mayo (3.-6. Mai)

Diese Tradition wird nicht nur in Spanien sondern auch in Südamerika gefeiert. In Conil schmücken die Einheimischen ihre handgefertigten Kreuze, und auch die Altäre der Kirchen erstrahlen in prachtvollem Glanz. Nachbarn besuchen sich, es wird geplaudert und oft auch gesungen. Es wird Kaffee und Kuchen serviert und am Ende der Feier prämiert die Stadt das schönste Kreuz.

Der Ursprung dieser Tradition beruht auf einer Legende, die besagt, dass Konstantin I, der große Kaiser (Kaiser von 306-337) vor einer Schlacht, die bereits als verloren galt, eine Vision hatte: Es sah in der Sonne ein Kreuz, das die Inschrift „Im hoc signo vincis“ (in diesem Zeichen wirst du siegen) trug. Konstatin ließ daraufhin dieses Kreuz auf allen Schildern anbringen, und er gewann die Schlacht. Seitdem kämpfte Konstantin im Zeichen des christlichen Kreuzes, die Herrschaft Konstantins ebnet somit auch den Weg für das Christentum.

Es wird ferner berichtet, dass Konstantin seine Mutter Helena nach Jerusalem schickte, um das wahren Kreuz Jesu zu finden. Auf dem Hügel Golgatha fand man drei Kreuze. Aber welches war das wahre Kreuz? Um dies herauszufinden, hielt man die Kreuze nacheinander über einen jungen Kranken. Als dieser das dritte Kreuz berührte, gesundete er wieder. Konstantin ließ an der Fundstelle die Grabeskirche errichten. Als Helena starb, bat sie alle Gläubigen, den Tag,

Karneval in Cadiz

Traditionell startet der Karneval hier im Süden mit dem sogen. „Pregón“, in dem die Ansprachen zum Karneval gehalten und die Karnevalskönigin und ihre Nymphen gewählt werden. Am nächsten Tag beginnt das Karussell in den „Peñas“ (Flamencobars). Gruppen und Komparsen ziehen von Bar zu Bar, um ihre Reden zu halten. Am letzten Tag winkt eine Prämie für die Besten. Ein besonderes Erlebnis ist der Karneval in Cadiz, der, nach Rio de Janeiro und den Kanarischen Inseln, zu den drei besten Karnevalen der Welt gehört.

Semana Santa - Ostern

Einer der bekanntesten Bräuche der katholischen Kirche Spaniens ist die Feier der Semana Santa, die Heilige Woche.Die Tradition der Semana Santa reicht bis ins 16. Jahrhundert zurück. Ziel der katholischen Kirche war es damals, dem Volk die Leidensgeschichte Jesu in möglichst verständnisvoller Form nahe zu bringen. Höhepunkt der Semana Santa sind die Prozessionen, die ihren Ursprung in Sevilla haben. Diese gehören zu den berühmtesten und eindrucksvollsten Prozessionen ganz Spaniens. Die Prozessionen werden von den sogenannten „Hermandades“ (Bruderschaften) organisiert, die einer Kirche angeschlossen sind. Der Weg der Prozession ist seit Jahrhunderten genau festgelegt und beginnt und endet immer in der Kirche der jeweiligen Bruderschaft. Die wichtigsten Bestandteile der Prozessionen sind die „Pasos“ und ihre Träger, die Nazarenos (Büßer) und die Musikkappelle. Die „Pasos“ bestehen aus lebensgroßen, prachtvollen Marien- und Jesusstatuen, die aus Holz angefertigten sind. Diese wiegen zum Teil 1.400 kg und werden von den Trägern bis zu 8 Stunden auf deren Schultern getragen werden.Die Büßer gehen oft barfuß,tragen lange Gewänder und die typischen Spitzhauben, deren Anblick leider an den Ku Klux Klan erinnert, damit aber nichts zu tun haben. Die Maskierung dient lediglich der Anonymität des Bußaktes.

Obwohl die gesamte Heilige Woche über Prozessionen stattfinden, ist die Hauptprozession am Karfreitag. Die Semana Santa wird in Spanien ausgiebig und unter großer Anteilnahme der Bevölkerung gefeiert. Die besondere Stimmung der Prozessionen zieht Gläubige wie Nicht-Gläubige nicht ohne Grundin ihren Bann,und wenigstens einmal im Leben sollte man eine Osterprozession in Spanien mit ihren prachtvollen Statuen gesehen haben.

Die Almadraba (Von März bis Juni)

Die Almadraba ist eine traditionelle Fangeinrichtung, die bereits vor mehr als 2000 Jahren verwendet wurde und noch heute angewandt wird,um Thunfisch zu fangen.

Bereits die Phönizier profitierten dabeivon der jährlichen Wanderung der Thunfische vom Atlantik zum Mittelmeer, die sie zu ihrer Fortpflanzung unternehmen.Die Fangeinrichtung besteht aus einem komplizierten Labyrinth aus Netzen, dasin den Monaten April bis Juni ausgelegt wird.Die Römer errichteten später Einrichtungen zum Thunfischfang und zum Einlegen der Fische in Salz sowie zur Vorbereitung der berühmten Salsa Garum (ein Paté bestehend u.a. aus Thunfisch, Wein, Essig, Öl, Gewürzen etc.).Eine der berühmtesten Städte in dieser Zeit war die Stadt Baelo Claudia (heute bekannt als Bolonia), die man noch heute besichtigen kann (siehe auch unseren Bericht über Bolonia).

Heute funktioniert die Almadraba in der Praxis so: Das Gebiet der Almadraba ist staatlich. Alle 10 Jahre wird die Almadraba in jedem an der Almadraba teilnehmenden Dorf ausgeschrieben unddanach vom Staat an den Meistbietenden „verkauft“.Netze, Schiffe, Ausrüstungen etc. gehören den jeweiligen Eigentümern der Almadraba. Diese wiederum verkaufen ihren Fang ebenfalls an den Meistbietenden, wobei seit einigen Jahren Japanan der Spitze steht.In Japan gilt der Thunfisch als hochbezahlte Delikatesse. Für einenThunfisch von ca. 350 kg werden dabei schon Preise bis 300.000 EUR erzielt.

Die Tradition der Almadraba hat sich bis heute gehalten und wird ausgiebig gefeiert. Während der sogenannten Ruta de Atun stellen verschiedene Restaurants traditionelle Thunfischgerichte vor, die von Einheimischen und Touristen geschätzt werden. Am letzten Wochenende in Mai findet die Feria de Atun statt.

In Barbate befindet sich das „Centro de Interpretacion de Almadraba“. Wer mehr über die Almadraba, den Thunfisch selbst, die Fangmethode etc . erfahren möchte, ist hier richtig . Zudem bietet das Zentrum drei Schiffstouren an:

1.Ruta de barco Acantilado de Barbate

2.Ruta de barco Almadraba de Barbate bis Cabao Trafalgar

3.Ruta de barco Almadraba de Barbate y Zahara bis Cabo de Plata

Während dieser Schiffstouren erfährt man ebenfalls viel Interessantes über die Almadraba. Es wird u.a.erklärt, welchen Weg der Thunfisch nimmt, wie das Labyrinth der Netze auslegt wird etc. Während der Monate April-Juni fährt werden zudem die Fangplätze der Thunfische angefahren.

Ruta de Atun Conil - Termin steht noch nicht fest

Bereits zum 16. Mal organisiert das “Patronato Municipal deTurismo de Conil” die Ruta de Atún, an der in diesem Jahr 32 Restaurants und Bars teilnehmen werden. Geboten werden hauptsächlich Thunfischgerichte und- Tapas, aber auch die typisch andalusische Küche. Traditionell beginnt man am 25. Mai um ca. 13:30 h mit einem „Ronqueo“, (dem Zerlegen eines Thunfischs) an der Plaza St. Catalina.Es gibt Tapas, Getränke und am späten Nachmittag auch Musik.

Baelo Claudia (bekannt als Bolonia)

Die Stadt Baelo Claudia liegt im Naturpark der Meerenge, ca. 21 km von Tarifa entfernt. Sie wurde von den Römern im 2. Jahrhundert v. Chr. über den Ruinen einer phönizischen Stadt errichtet und diente u.a. dem Zweck der Lagerung und Zubereitung des Thunfischs.Gut erhalten von dieser Siedlung sindu.a. die Stadtmauer, der öffentlichen Platz, das Theater und die vier Tempel. Ebenfalls gut zu erkennen sind noch die Vorrichtungen zum Einlegen der Thunfische in Salz und zur Zubereitung der berühmten Salsa Garum (ein Paté bestehend u.a. aus Thunfisch, Wein, Essig, Öl, Gewürzen etc.). In der Stadt Baelo Claudia finden das ganze Jahr über geführte Besichtigungen statt.

Baelo Claudia (Bolonia) ist wunderschön gelegen, mit einem fantastischen Strand, kristallklarem Wasser und einer beeindruckenden ca. 30 m hohen Sanddüne.